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Mikael: in nur fünf Jahren zur Radfahrerstadt

von Andreas Beusker, 17.02.2012

"Die Zeit" berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe von der Möglichkeit, deutsche Großstädte zu Radfahrerstädten zu entwicklen - in nur fünf Jahren! Unter dem Titel "Mach's wie Kopenhagen" stellt der Autor einige der Maßnahmen vor, die in Kopenhagen funktionieren und auch in Deutschland einfach umgesetzt werden können. Neben Mikael Colville-Andersen werden auch Stadtplaner zitiert. Und da wir in Deutschland immer schnell fragen, was das kostet, hier noch ein Zitat aus dem lesenswerten Artikel: "Das alles kostet Geld. Kopenhagens Verkehrsamtschef Tørsløv gibt aber zu bedenken, dass der Ausbau von Fahrrad-Infrastruktur die günstigste Variante ist, die Mobilität der Bürger zu erhöhen – im Vergleich etwa zum Ausbau der U-Bahn oder von Stadtautobahnen."

Unten ein paar erläuternde Bilder aus Kopenhagen. Über die Radnutzung in Kopenhagen gibt es auch einiges zu erfahren in unserem Video "Talking about cargo bikes with Hans Bullitt Fogh".

Mikael Colville-Andersen erklärt deutschen Studenten die Radfahferstadt
Im Centrum: der Radweg ist so breit wie ein Fahrstreifen für Autos
Klare Verkehrsführung ...
... und wo sich die Wege kreuzen, sind sie auffällig markiert

Spenden für einen Radweg

von Andreas Beusker, 06.02.2012

Eben erreicht mich eine Meldung des ADFC Bielefeld, in der von dem Projekt der Stadt Bielefeld berichtet wird, ein Teilstück eines Radwegs aus Spenden zu finanzieren. An der Stadtgrenze Bielefelds fehlen 360 m Radweg, um an einen bestehenden Radweg auf dem Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe anzuschließen. Die Stadt erklärt ihren ungewöhnlichen Weg mit der angespannten Haushaltslage. Es fehlen 65.000 EUR, also gut 180 EUR pro Meter Radweg. Eine Grafik zeigt sehr schön, wie die Situation zur Zeit ist. Ich frage mich zwar, ob auch schon mal die letzten (irgendwann vergessenen) Meter von (Auto-)Straßen durch Bürgerbeteiligung möglich werden müssen, aber ich finde es einen lohnenswerten Ansatz. Also, wer immer schon mal einen Radweg sein eigen nennen wollte, hat jetzt die Gelegenheit, ein Stück für alle zu kaufen.

Zwei Räder oder vier?

von Andreas Beusker, 13.01.2012

Eben finde ich einen interessanten Artikel zu der Frage, wie lange bzw. wie weit man eigentlich sein Fahrrad fahren muss, um die CO2-Emissionen der Herstellung zu kompensieren. Nun, um es kurz zu machen: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass man 400 Meilen, also knapp 650 km, mit einem Fahrrad statt einem Pkw fahren muss, um so viel CO2-Ausstoß zu sparen, wie bei der Herstellung eines Fahrrads erzeugt wird.

Sicherlich kann man über die Art der Berechnung unterschiedlicher Meinung sein. Aber selbst wenn man die doppelte Distanz ansetzt, kommt man auf eine Strecke, die jemand, der regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fährt, in einem Jahr erreicht (1.300 km verteilt auf 230 Arbeitstage: 5,7 km pro Tag). Um die Besonderheit des Fahrrads im Zuge dieser Überlegungen zu entdecken, muss man sich aber meines Erachtens von den Zahlen lösen. Denn beeindruckend ist doch, dass das Rad - im Gegensatz zum Auto - überhaupt in der Lage ist, seinen CO2-Fußabdruck im Laufe seiner "Lebenszeit" zu kompensieren. Das Auto, das für seine Bewegung ständig weiter CO2 ausstößt, das zudem vornehmlich aus fossilem Brennstoff stammt, kann das nie.

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