Eben finde ich einen interessanten Artikel zu der Frage, wie lange bzw. wie weit man eigentlich sein Fahrrad fahren muss, um die CO2-Emissionen der Herstellung zu kompensieren. Nun, um es kurz zu machen: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass man 400 Meilen, also knapp 650 km, mit einem Fahrrad statt einem Pkw fahren muss, um so viel CO2-Ausstoß zu sparen, wie bei der Herstellung eines Fahrrads erzeugt wird.
Sicherlich kann man über die Art der Berechnung unterschiedlicher Meinung sein. Aber selbst wenn man die doppelte Distanz ansetzt, kommt man auf eine Strecke, die jemand, der regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fährt, in einem Jahr erreicht (1.300 km verteilt auf 230 Arbeitstage: 5,7 km pro Tag). Um die Besonderheit des Fahrrads im Zuge dieser Überlegungen zu entdecken, muss man sich aber meines Erachtens von den Zahlen lösen. Denn beeindruckend ist doch, dass das Rad - im Gegensatz zum Auto - überhaupt in der Lage ist, seinen CO2-Fußabdruck im Laufe seiner "Lebenszeit" zu kompensieren. Das Auto, das für seine Bewegung ständig weiter CO2 ausstößt, das zudem vornehmlich aus fossilem Brennstoff stammt, kann das nie.
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